Hexenschuss: Was genau passiert im Körper?

In der Medizin werden akute Kreuzschmerzen, also Probleme im Lendenwirbelsäulen- Bereich (LWS- Bereich) oft als Lumbalgie/ Lumbago bezeichnet. Strahlen die Schmerzen in ein oder beide Beine aus spricht man von Ischialgie oder Lumboischialgie, auch wenn oft nicht der Ischiasnerv, sondern vereinzelte Nervenwurzeln betroffen sind.

Bei beiden Diagnosen treten plötzlich starke Schmerzen im Kreuzbereich bzw. im Bein auf.

Beim Hexenschuss Schonhaltung vermeiden

Schon bei kleinsten Muskelanspannungen bzw. -dehnungen kommt es zu starken Schmerzen. Um diese zu vermeiden, nimmt der Patient eine unnatürliche Haltung ein. Diese länger eingenommen, führen zu Fehlhaltungen, die zusätzlich Muskelanspannungen hervorrufen. Ein Teufelskreislauf entsteht.

Ursachen für Hexenschuss

Es gibt viele Ursachen für einen Hexenschuss, die meistens jedoch im Lendenwirbelsäulenbereich lokalisiert sind. Die dort austretenden Nervenfasern werden so gereizt, dass sie als Reaktion auf diese Reizung mit Schmerzen reagieren. Eine Reizung kann hervorgerufen werden durch:

  • Bandscheibenprollaps (-vorfall) oder Bandscheibenprotrusion (-vorwölbung)
  • verhärtete Muskulatur im Bereich der Lendenwirbelsäule
  • Facettengelenksarthrose

Diese Ursachen werden durch eine schwache Rückenmuskulatur, Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigt.

Hilfe beim Hexenschuss

Die Therapieformen sind abhängig von den Ursachen:

  1. Muskelanspannungen: z.B. Entspannungstechniken, Yoga, Wärme, Dehnübungen, Ausdauersport betreiben
  2. Bandscheibenvorfall oder – vorwölbung: z.B. Teilnahme an einer Rückenschule um das rückenfreundliche Verhalten
    im Alltag zu erlernen, Dehnübungen, Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskeln
  3. Facettengelenksarthrose: Aufbau der Stützmuskulatur (Rücken- und Bauchmuskeln), Fehlbelastungen des Rückens vermeiden, Beweglichkeit fördern

Hier finden Sie weitere Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten von Rückenschmerzen.

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