Was tun bei Rückenschmerzen?

So vielseitig wie die Rückenschmerzen, sind auch die Therapiemöglichkeiten. Ihr Einsatz ist im Wesentlichen von den Ursachen abhängig. Dieser Artikel erläutert Ihnen die wichtigsten Methoden und Techniken, die für die Therapie zur Verfügung stehen.

Wichtig: Bevor ein Arzt Ihnen eine bestimmte Behandlungsvariante verschreibt bzw. vorschlägt, sollte eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt haben. Diese Diagnostik beinhaltet eine Anamnese, sowie eine gründliche körperliche Untersuchung (Inspektion). Dabei setzt der Arzt verschiedene Bewegungstests ein und kontrolliert die Muskelreflexe. Des weiteren prüft er ob beispielsweise psychische Belastungen wie arbeitsplatzbezogene Aspekte zu einem chronischen Krankheitsverlauf führen können.

Auch kann der Mediziner auf bildgebende Verfahren zur Klärung der Ursache zurückgreifen. (s.o.)

Welche Therapie bei Rückenschmerzen richtig?

Wichtig bei der Wahl der Therapie ist die Ursache und nur danach richtet sich der weitere Behandlungsverlauf. Da Rückenschmerzen aber von ganz unterschiedlichen Erkrankungen verursacht werden können, ist eine gründliche ärztliche Diagnostik von hoher Bedeutung.

Einen groben Überblick über die wichtigsten Behandlungsmethoden zu bekommen ist hilfreich um ein ungefähres Verständnis über die Empfehlungen des Arztes zu erlangen.

  • Ruhigstellung
  • Medikamente
  • Physiotherapie
  • Osteopathie
  • Akupunktur und Akupressur
  • Entspannungstechniken
  • Chirotherapie
  • Operationen

Ruhigstellung oder leichte Schonung bei Rückenschmerzen

Bei akuten Rückenschmerzen ohne weitere Auffälligkeiten wird der Arzt einfache, aber meist recht effektive Selbsthilfemaßnahmen empfehlen: Oft genügt kurzfristige leichte Schonung. Viele akut Rückenschmerzgeplagte empfinden eine sogenannte „Stufenbettlagerung“ für kurze Zeit eingenommen, als sehr wohltuend. Dabei legt der Betroffene sich auf den Rücken und unterlagert seine Beine so, dass im Hüft- und im Kniegelenk ein 90° Winkel entsteht. Dadurch wird das Becken aufgerichtet, das Hohlkreuz ausgeglichen und somit die Belastung, die auf die Lendenwirbelsäule gerichtet ist, minimiert. Verbunden mit einer Wärmflasche unter dem betroffenen Bereich ist eine kurzfristige Ruhigstellung sehr schmerzlindernd.

Grundlegend gilt jedoch: So wenig Ruhe wie nötig! Ob nach einem Bandscheibenvorfall oder einer Operation, es gilt in jedem Fall sich so bald wie möglich wieder zu bewegen. Schonung schadet auf die Dauer der Muskulatur, die für die physiologische Stabilisierung der Wirbelsäule unabdingbar ist.

Auch spielt die zügige Mobilisation und Aktivierung des Patienten einen wichtigen psychologischen Aspekt. Er soll nämlich aktiv lernen was er seinem Körper zutrauen kann und soll sein Leben produktiv mitgestalten. Das Motto heißt: Grenzen anerkennen und stetig erweitern.

Auch Patienten mit chronischen Rückenschmerzen sollten sich diesen Leitsatz auf der Zunge zergehen lassen und ihn sich zu Herzen nehmen. Hierbei kann ein Aufenthalt in einer speziellen Rehabilitationsabteilung oder auch -klinik von Nutzen sein, da hier die Betroffenen nicht nur ärztlich, sondern auch physiotherapeutisch und psychologisch von ausgebildeten Fachpersonal betreut werden.

Medikamente bei Rückenschmerzen

Die zur Verfügung stehenden Mittel bei Rückenleiden unterscheiden sich im Hinblick auf Darreichungsform und Wirkstoff. Aber worauf kommt es bei der Auswahl von geeigneten Schmerzmitteln an?

Medikamente werden am häufigsten angewendet um Entzündungen zu hemmen und Schmerzen zu lindern. Es können sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie Mittel ihren Einsatz finden. Meistens, v.a. bei den häufigen, verspannungsbedingten leichten Rückenschmerzen, genügen die rezeptfreien Schmerzmittel aus der Apotheke um effektiv und gezielt zu behandeln.
Sind die Beschweren jedoch stärker bzw. leiden die Betroffenen schon länger darunter ist ein Arztbesuch zur Abklärung der Ursachen und zur gezielten Behandlung unabdingbar.

In der Apotheke bekommt man mehrere Schmerzmittel (Analgetiker), die sich bei Rückenschmerzen bewährt haben. Die angebotenen Arzneimittel unterscheiden sich nur im Hinblick auf ihre Wirkstoffe und Darreichungsform, sondern auch in ihrer Wirkung:

  • Schmerzlinderung: Schmerzen führen häufig zu Verspannungen, was dann wiederum zu Schmerzen führt, so dass schnell ein Schmerzkreislauf entsteht. Diesen zu durchbrechen eignen sich die so genannten Analgetiker (Schmerzmittel). Anschließend sollte dann aber gleich mit Physiotherapie (Massagen, Muskelaufbau, Dehntechniken) begonnen werden, um bestehende Verspannungen zu lösen bzw. das Entstehen weiterer zu verhindern. Oft geht es in erster Linie nicht um eine Heilung der Probleme durch Medikamente, sondern um den Einsatz weiterer Therapien zu ermöglichen.
  • Entzündungshemmung: Wenn die Rückenschmerzen von einer entzündlichen Reizung von Nerven und Gelenken verursacht werden, haben sich entzündungshemmende Medikamente bewährt. Der Erfolg dieser Präparate ist aber meist leider nicht von Dauer. Das gilt vor allem bei chronischen Schmerzen oder wenn bestimmte Strukturen wie beispielsweise die Wirbelsäule, stark beschädigt sind.
  • Infiltration bei Rückenschmerzen: Hierbei wird meist ein Gemisch aus schmerzstillender und entzündungshemmender Medikamente lokal, d.h. direkt dorthin wo der Schmerz entsteht, zum Einsatz gebracht. Beispielsweise an Wirbelgelenken oder Nervenwurzeln wird die Entzündungsreaktion somit gestoppt und eventuell im besten Fall der Schmerz dauerhaft ausgeschaltet. Sind die Schmerzen jedoch sehr stark, ist der Ausgangszustand nach einigen Tagen schnell wieder erreicht. Diese Therapieform findet ihre Anwendung sowohl bei akuten als auch bei chronischen Rückenleiden.
  • Wann wird eine Infiltration angewendet?
    Je nach Ursache können die unterschiedlichsten Körperregionen behandelt werden: Zwischenwirbelgelenke (Facettengelenke), Kreuzdarmbeingelenke (Iliosakralgelenke) und die Nervenwurzeln. Typische Diagnosen sind: degenerative Wirbelsäulenerkrankungen (Verschleiß), Facettensyndrom, ISG- Blockade, Lumboischialgie, Bandscheibenvorfall oder – vorwölbung und die Spinalkanalstenose. Da bei dieser Therapie kleinste anatomische Strukturen erreicht werden sollen, ist es notwendig diese mithilfe bildgebender Verfahren aufzusuchen. Meist wird dazu das Röntgenbild genutzt. Auch im diagnostischen Bereich wird die Infiltration angewendet um die Schmerzursache herauszufiltern. Wird nämlich im Zuge dieser Therapie der Schmerz deutlich gelindert, hat man die Ursache der Beschwerden herausgefunden.

Schmerzende Nerven einfach ausschalten durch Nervenverödung

Konnte die Infiltrationstherapie Ihre Schmerzen auch nicht dauerhaft lindern, und wurde sichergestellt, dass der Schmerz tatsächlich durch die Wirbelgelenke verursacht wird, gibt es eine weitere Möglichkeit: z.B. der Einsatz von Kälte- oder Wärmesonden aber auch das Einbringen eines örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikums) ist erfolgversprechend.

Dabei werden die schmerzführenden Nerven zu dem entsprechenden Gelenk ausgeschaltet indem man Sonden unter örtlicher Betäubung und nach einer Probestimulation einbringt. Dies ist ein kleiner, problemloser Eingriff, der ambulant vorgenommen wird und ungefähr 20 Minuten dauert. Überwacht wird die gesamte Prozedur durch wiederholt durchgeführte Computertomogramm- bzw. Röntgen-Kontrollen.

Dieses Verfahren kann zur dauerhaften Beschwerdefreiheit führen. In einigen Fällen jedoch erholen sich die verödeten Schmerznerven nach ein bis zwei Jahren wieder und die Nervenenden wachsen erneut zusammen. Kommt es dann zu wiederholt auftretenden Schmerzen, kann die Technik von neuem problemlos eingesetzt werden.

Physiotherapie: Rückenmuskeln gezielt kräftigen und mobilisieren

In der Physiotherapie, auch Krankengymnastik genannt, werden die Patienten angeleitet durch gezielte Übungen:

  1. Die Beweglichkeit der Gelenke + Muskeln zu erhöhen bzw. wiederherzustellen.
  2. Notwendige Muskelgruppen zu stärken, um die Wirbelsäule zu entlasten, aber auch die stabilisierende Funktion dieser wieder aufzubauen.
  3. Erlernen von rückenschonendem Verhalten im Alltag. Darunter zählt wie man z.B. schwere Lasten trägt. Aber auch wie man „richtig“ sitzt, liegt oder sich am Arbeitsplatz verhält.

Wichtig für alle Anleitungen durch den Physiotherapeuten ist es, dass die gegebenen Anregungen zu Hause weitergeführt werden.

Sind die Schmerzen akut oder wurden Sie gerade operiert, wird der Physiotherapeut zunächst einmal im schmerzfreien Bereich mobilisieren. Beispielsweise durch Bewegungsübungen im Bett oder Hilfestellung beim Aufstehen.

Bei chronischen oder leichten Schmerzen wird versucht die Ursache zu finden. Dabei stehen dem Krankengymnasten mehrere Techniken zur Befunderhebung zur Verfügung. Verkürzungstests, Muskelfunktionsprüfungen oder der Tastbefund sind nur wenige davon.

Haben Patienten chronische Rückenleiden ist oft das Gleichgewicht zwischen Rücken- und Bauchmuskeln zerstört. Dadurch entstehen dann Probleme bei der aufrechten Körperhaltung, wodurch es zu starken Schmerzen kommt. Genau dieses Gleichgewicht versucht der Physiotherapeut in Zusammenarbeit mit dem Orthopäden dann wiederherzustellen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Physiotherapie

Voraussetzung für den Therapieerfolg ist, dass Sie Techniken erlernen, die Sie in Ihren Alltag einbauen können. Der Physiotherapeut zeigt Ihnen den Weg und Ihre Aufgabe ist es, diesen selbstständig aktiv weiterzuverfolgen. Der Krankengymnast macht für Sie den Anfang, für den Rest übernehmen Sie die Verantwortung.

Wie finde ich den geeigneten Physiotherapeuten?

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Anzahl der Weiterbildungen: Wichtiger für die Qualität eines Krankengymnasten sind jedoch die während der Berufsausübungen erworbenen Qualifikationen. Erst hier erlernt dieser spezielle zielführende Techniken. Haben Sie also ein Rezept vom Arzt bekommen beispielsweise für Manuelle Lymphdrainage oder Manuelle Therapie, sollten Sie sich zuerst die dazu nötigen Qualifikationen vom Therapeuten zeigen lassen.

Osteopathie

Diese besonders sanfte manuelle Therapie wird sehr häufig bei Rückenleiden angewendet. Bei dieser neuen, alternativen Behandlungsmethode wird der Mensch als Ganzes betrachtet: Körper, Geist und Seele.

Die Osteopathie beruht auf vier Grundprinzipien:

  1. Der Mensch ist eine Einheit: Alle Teile des Körpers sind miteinander verflochten und stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander.
  2. Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig. Jede Struktur im Körper, beispielsweise Sehnen, Knochen oder Muskeln, hat eine Funktion. Verändert sich nun aber die Funktion, z.B. durch Fehlhaltungen, Verletzungen oder Narben, verändert sich auch die Struktur. Das hat Auswirkungen auf die Bewegungsfähigkeit des Körpers.
  3. Selbstregulation: Der Körper besitzt Selbstheilungskräfte. Der Osteopath hilft ihm nur dabei, sein Gleichgewicht wiederherzustellen, in dem er diese Selbstheilungskräfte weckt.
  4. Eine gesunde Durchblutung ist lebensnotwendig um die Funktion des Körpers und seiner Gewebe zu sichern.

Bei der Behandlung wird die physiologische Durchblutung angeregt und Blockaden gelöst. Der Osteopath tastet sich während der Sitzung Schicht für Schicht vor und versucht so, durch sanftes Hand auflegen, die Ursache für die Rückenschmerzen herauszufiltern. Er betrachtet dabei nicht nur den Rücken sondern den gesamten Körper und probiert anschließend durch gezielte Handgriffe, die Selbstheilungskräfte zu animieren.

Die Behandlung dauert ca. 30- 60 Minuten und sollte erst nach einer zwei- bis dreiwöchigen Pause wiederholt werden, damit der Körper auf die Behandlung genügend Zeit hat zu reagieren.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten anteilig und bis zu einer festgelegten Anzahl von Sitzungen bei Spezialisten mit nachgewiesener Berufsqualifikation.

Der Begriff „Osteopath“ ist leider ungeschützt und darf im Grunde genommen daher von jedem getragen werden. Obwohl in Deutschland nur Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten (unter bestimmten Bedingungen) osteopathisch behandeln dürfen, gibt es ab und zu in manchen Praxen auch schwarze Schafe.

Hier einige Anhaltspunkte, anhand deren Sie einen guten Osteopathen finden:

Ausbildungsdauer (berufsbegleitend): mindestens 4 Jahre
geprüfte Bildungseinrichtungen, die sich an die BAQ Standards halten;
Titel: auch im Ausland kann man diese Ausbildung absolvieren: D.O.: Doctor of Ostesopathy, USA

Durch den Verband der Osteopathen (VOD) wird die Qualität gesichert. Auf Anfrage werden Ihnen Adressen von geeigneten Therapeuten vermittelt.

Akupunktur und Akupressur

Beide eigenständige Therapieformen sind nur zwei der vielen Teilaspekte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Akupunktur

Obwohl es zu dieser Therapie umfangreiche Studien gab, konnte die genaue Wirkung der Akupunktur bis heute nicht eindeutig nachgewiesen werden. Dennoch erzielt diese Heilmethode enorme Behandlungserfolge vor allem bei bestimmten chronischen Krankheitsbilder des Bewegungsapparates.

Wirkung: Nach der chinesischen Lehre entsteht eine Krankheit wenn der Fluss der Lebensenergie gestört wird. Diese Störung kann mithilfe der Akupressur und Akupunktur behoben werden.
Auch hier wird der ganze Mensch in seiner Einheit aus Körper, Geist und Seele betrachtet. V.a. chronische, vegetative und nervöse Krankheitsbilder können mit dieser Heilmethode erfolgreich behandelt werden.

Akupressur: Fingerdruck statt Nadelstiche

Diese Therapieform basiert auf der gleichen Grundlage wie die Akupunktur. Allerdings werden hierbei keine Nadeln benutzt sondern es werden die Akupunkturpunkte durch den Druck der Finger angeregt.

Oft werden beide Therapieverfahren gleichzeitig in einer Sitzung angewendet. Wie bei allen Methoden so ist auch hier die Erfahrung und die Ausbildung des Therapeuten von entscheidendem Wert für den Therapieerfolg. Jedoch sollten sich die Patienten etwas gedulden. Ein Behandlungserfolg kann bis zu fünf Sitzungen auf sich warten lassen.

Wie finde ich einen geeigneten Akupunkteur?

Auch wenn die Behandlung sehr risikoarm ist, sollten Sie Ihren Therapeuten sorgfältig aussuchen.
Qualifikationsnachweis, Grundvorraussetzung: Arzt, Heilpraktiker
Geeignete Adressen erfahren Sie bei den großen Verbänden, z.B. Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA)

Entspannungstechniken: In der Ruhe liegt die Kraft

Körperliche und seelische Anspannungen können sich gegenseitig verstärken und führen schnell zu starken Schmerzen. Aus diesem Grund ist es sehr hilfreich Entspannungstechniken zu erlernen um selbstständig aus seinem Schmerzkreislauf auszusteigen. In unserer heutigen Gesellschaft sind Zeitdruck, Stress und permanente Hektik immer häufiger die Ursache für psychische Erkrankungen und physische Krankheiten, wie beispielsweise Rückenschmerzen.

Nicht jede Entspannungstechnik liegt jedem. Aufgrund der zahlreichen vorhandenen Möglichkeiten ist es ratsam verschiedene Techniken erst einmal selbst auszuprobieren, bevor man sich dafür bzw. dagegen entscheidet. Hier eine kleine Auswahl der Techniken, die schnell zu erlernen und gut in den Alltag zu integrieren sind:

  • Progressive Muskelentspannung
  • Yoga
  • autogenes Training
  • Meditation

Progressive Muskelanspannung

Diese Technik basiert auf einem einfachen Prinzip: Man spannt seine Muskeln bewusst an und lässt anschließend wieder locker. Dadurch stellt sich dann schnell ein Gefühl tiefer Entspannung ein.
Ziel ist es die schmerzauslösende Dauerspannung im Körper, die durch Stress, Ärger und auch Ängsten entstanden ist, zu lösen. Außerdem soll ein gewisses Körperbewusstsein erlernt und somit erkannt werden wo im Körper ein angespannter Muskeltonus herrscht.

Indikationen sind dafür beispielsweise Bluthochdruck, Schlafstörungen und Depressionen.
Für diese hochwirksame Entspannungstechnik brauchen Sie jeweils nur 20- 30 Minuten und
sie ist leicht zu erlernen. Anschließend fühlen Sie sich wie neu geboren.

Yoga

Yoga ist weniger Sport als vielmehr eine Art Philosophie, eine Lehre, die aus Indien stammt. Hierbei werden Konzentrations- und Atemtechniken aber auch Bewegungsübungen und die Meditation praktiziert.

Yoga in seiner originalen Form ist eine spirituelle Wegbeschreibung: Ein Gleichgewicht zwischen Körper und Seele kann sich nur dann einstellen, wenn man eine bestimmte Lebensführung verfolgt und körperliche sowie geistige Übungen ausführt.

Autogenes Training

Ist eines der bekanntesten Entspannungsverfahren, das auf Autosuggestion basiert und aus der Hypnose weiterentwickelt wurde. Diese Technik lässt sich leicht erlernen und in den Alltag integrieren.
Dabei werden formelhafte Redewendungen in einer Art Selbsthypnose eingesetzt, die dem Unterbewusstsein helfen, an etwas zu glauben. Der Praktizierende konzentriert sich auf körperliche Vorgänge und deren positive Beeinflussung wie beispielsweise „Ich bin ruhig“ oder „Ich entspanne mich“. Diese formelhaften Vorstellungen werden von dem Übenden mehrmals konzentriert im Geiste vorgesagt.

Ziel ist es dadurch seine Verspannungen unter Kontrolle und somit Schritt für Schritt eigenständig abzubauen und Stress oder Nervosität in den Griff zu bekommen.

Mediation

Ziel bei der Meditation ist es seinen Geist zur Ruhe zu bringen und die Kontrolle über die Gedanken zu gewinnen. Dieser Zustand lässt sich schwer erklären und muss am besten selbst erfahren werden.
Am ehesten jedoch lässt er sich mit einem Tiefschlaf vergleichen, nur dass hierbei der Körper und der Geist wach sind. Je nach Lenkung der Konzentration unterscheidet man verschiedene Formen der Meditation. Allen gemein ist, dass sie aus medizinischer Sicht helfen Hektik und Alltagsstress abzubauen und somit einem den Weg zur inneren Ruhe offenbahren.

Chirotherapie: Heilung der Rückenschmerzen durch Handgriffe

Diese Kunst geht davon aus, dass fast alle körperlichen Probleme auf Blockaden oder auch Fehlstellungen der Gelenke basieren. Diese versucht dann der Chirotherapeut durch verschiedene Handgriffe zu lösen.

Bei der Behandlung unterscheidet man:

  • Mobilisation (weiche Techniken ohne Behandlungsimpuls)
  • Manipulation (Techniken mit Impuls)

Bei der Mobilisation werden Verspannungen der Muskulatur durch Druck und Zug beeinflusst und somit eine Wiedererlangung der Beweglichkeit von Gelenken erzielt. Diese Techniken dürfen auch von entsprechend ausgebildeten Physiotherapeut (mit dem Zertifikat „Manuelle Therapie“) und Heilpraktikern ausgeführt werden.

Die Techniken der Manipulation hingegen dürfen nur von einem Arzt praktiziert werden, da bei nicht fachgerechter Durchführung ernsthafte Schäden verursacht werden können.

Was macht ein Chirotherapeut?

Der Begriff Chirotherapeut ist speziell ausgebildeten Ärzten vorbehalten. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt und die Ausbildung standardisiert und einheitlich. Die Bezeichnung Chiropraktiker kann auch ein speziell ausgebildeter Physiotherapeut oder Heilpraktiker führen und ist in Deutschland nicht geschützt. Sie sollten also vor einer Behandlung immer erst erfragen wo und wie ihr Behandlende ausgebildet wurde.

Was kostet ein Chirotherapeut?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen bei qualifizierten Therapeuten, das heisst von Vertragsärzten mit entsprechender Zusatzausbildung, zwei Behandlungen im Quartal. Die Privaten Krankenversicherungen übernehmen meistens jedoch die gesamten Behandlungskosten.

Operationen bei Rückenproblemen: Letzter Ausweg

Ärzte greifen leider schnell und oft zum Skalpell. Dabei ist bewiesen, dass in achtzig Prozent der Fälle durch Abwarten die Schmerzen nach ungefähr zwei Monaten vorüber gehen.

Allerdings gibt es auch Krankheitsfälle, die eine Operation unumgänglich machen:

  • Bandscheibenvorfälle
  • Querschnittslähmung
  • chronische Rückenschmerzen
  • Spinalkanalstenose

Minimal-invasive OP-Techniken erlauben es dem Operateur, das Problem gezielt zu beheben. Gleichzeitig schonen die neuen minimal-invasiven Verfahren das umliegende Gewebe. Durch die wenigen kurzen Hautschnitte wird auch die Narbenbildung verringert und beschleunigt. Die minimal-invasiven Eingriffe bei Bandscheiben-OPs oder der Beseitigung einer Spinalkanalstenose sind im Alltag für Außenstehende nicht zu sehen. Die Operationen und die Behebung von Rückenschmerzen kann Privatsache bleiben.

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